Es blüht ja nichts, wenn Schmetterlinge und Bienen erwachen

Arten- und Insektensterben 1

Es blüht ja nichts, wenn Schmetterlinge und Bienen erwachen

Die wunderbar milden Tage im Februar und März liessen überwinternde Schmetterlinge und Bienen „erwachen“ und ausfliegen. Sie erfreuen Naturbeobachter mit ihrem Erscheinen und gelten als Zeichen des Frühlings.

Am besten lassen sich die Tiere natürlich dort beobachten, wo etwas blüht. Besonders begehrt bei den Insekten sind die Blüten der Stinkenden Niesswurz, die Kornellkirsche und natürlich die Weidenkätzchen (Salweide).

Aber wo bitte blühen solche Pflanzen. Weite Gegenden präsentieren sich völlig ohne frühblühende Pflanzen. Wo sind jetzt all die finanzierten „Blühstreifen“, Hecken, Waldränder, Säume, Böschungen Uferbestockungen mit blühenden Weiden? Alle abgemulcht, abgehackt, gesäubert, noch tot oder grasgrün vom vielen Dünger. Es ist absolut erschreckend: Ganze Landschaften sind leere Wüsten für blütensuchende Insekten. Die Situation verbessert sich erst, wenn Kirschbäume und Wiesenblumen aufblühen.

Im Siedlungsgebiet dominieren Autos, saubere Grünflächen oder Schotterflächen und Steinkörbe: Gärten des Grauens.

In ihnen verhungern Insekten auf ihrer Suche nach Nahrung.

Grosser Fuchs aus Winterstarre erwacht auf Salweide
Honigbiene und Fliege auf blühender Salweide
Stinkende Niesswurz- Blüten werden gerne von Bienen und Hummeln besucht